Schulprogramm

Sobald jemand in einer Sache Meister geworden ist, sollte er in einer neuen Sache Schüler werden.

1. Leitbild und Ziele der Schule

Unsere Schule versteht sich als ein Ort intensiven Lernens, der sich an modernen Bildungsstandards orientiert. Wir fühlen uns den Grundgedanken einer interkulturellen Bildung verpflichtet. Weltoffenheit und Toleranz sind Werte, die wir unseren SchülerInnen vermitteln wollen. Leistungs- und Lernbereitschaft sind Forderungen, die wir an unsere SchülerInnen stellen. Wir bieten lebendige, Kind- und jugendgerechte Lernanlässe und erwarten SchülerInnen, die diese Möglichkeiten nutzen wollen.

Wir sehen unsere Schule als lehrende, erziehende und lernende Einrichtung an, die sich ständig weiterentwickelt und sich neuen Methoden und Strukturen gegenüber offen zeigt.

Der Hauptansatz unserer Arbeit soll auf dem Grundsatz basieren: Begabung – Kreativität – Intelligenz finden und fördern!

Im MINT- orientierten Unterricht gestalten wir lebendige, jugendgerechte und naturwissenschaftlich orientierte Lernsituationen, die auf moderne Bildungsstandards gerichtet sind.

Begabte Schüler und Schülerinnen wollen wir fördern, das Potential ihrer Individualität stärken, sowie sie in ihrer Entwicklung begleiten.

Durch den Erwerb interkultureller Kompetenzen u.a. durch die Pflege von Schulpartnerschaften wird das Erlernen der Fremdsprachen lebensnah und motiviert die Schüler bei der Sprachaneignung.

Gemeinsam mit unseren Partnern gestalten wir eine aktuelle, auf gesellschaftliche Erfordernisse orientierte Studien-und Berufsorientierung und bereiten unsere Schüler so bestmöglich auf die Berufswelt vor.

Durch vielfältige Angebote im Ganztagsbereich fördern wir individuelle Begabungen und Neigungen. Dabei können wir auf viele Kooperationspartner zurückgreifen.

Unser Ziel ist es auch, dass Schüler, Eltern und Lehrer sich gemeinsam für unserer Schule stark machen und engagiert zusammen arbeiten.

2. Unterricht

Eine wichtige Grundlage der Arbeit in der Schule ist die Förderung der individuellen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Neigungen jedes Kindes und Jugendlichen. Diese Überlegung stellt am GHG die Basis dar, auf der der Unterricht gestaltet wird.

Die Methoden und Unterrichtsformen sollen die Kompetenzen jeder Schülerin und jedes Schülers zur Entfaltung bringen. Da Lern- und Leistungsbereitschaft vorausgesetzt wird, gestalten wir den Unterricht auf einem angemessen hohen Niveau so, dass wir Stärken fördern und Schwächen mindern. Wir wollen eine ansprechende Mischung von Eigenarbeit, Gruppenarbeit, Handlungs- und Projektorientierung des Lernens, sodass Lernen auch Freude bereitet, möglichst oft selbst bestimmt ist und Erfolgserlebnisse vermittelt. Wir tragen Sorge dafür, dass die Lernangebote und die Lernumgebung so organisiert sind, dass die Schüler mit Erfolg und Motivation lernen und dafür die notwendige Unterstützung und Wertschätzung erhalten.

2.1. Profilrichtung MINT

Anliegen des MINT-Profils am GHG ist es, die Kompetenzen der Schüler im mathematisch-informatorisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich zu erhöhen und auf diese Weise, die Schüler für technische Studienrichtungen zu interessieren und zu befähigen. Für die MINT-Klassen ist die Stundentafel modifiziert. Dabei bleiben die allgemein geltenden Rahmenpläne bindend und werden durch differenzierte schulinterne Pläne für die zusätzlichen Stunden ergänzt.

Besonders im Bereich „Angewandte Mathematik“, aber auch in weiteren Fächern wird fächerverbindend und fachübergreifend gelernt. Dabei ist eine enge zeitliche, inhaltliche und methodische Zusammenarbeit der Lehrkräfte unverzichtbar.
Gleichzeitig bemühen wir uns um die Einbeziehung außerschulischer Lernorte, um unseren Schülern vielfältige Lehr- und Lernmethoden nahe zu bringen.

Wir motivieren unsere Schüler zur Teilnahme an Wettbewerben im mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Bereich. Hier konnten wir uns schon häufig über erfolgreiche Teilnahmen freuen. In verschiedenen Arbeitsgemeinschaften trainieren unsere Schüler ihre geistigen und motorischen Fähigkeiten dafür.

Seit November 2008 sind wir Mitglied im Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e.V.. Lehrer und Schüler nutzen die vielfältigen Fortbildungsangebote und Trainingscamps dieses Vereins.

Wir versuchen den MINT-Gedanken auch territorial zu integrieren. So gestalten wir seit mehreren Jahren eine „Nacht der Wissenschaften“ für Grundschüler und Kindergartenkinder. Hier können die Kleinen experimentieren und knobeln. Gern besucht wird auch unsere Arbeitsgemeinschaft „Junge Naturforscher“ für Grundschüler der Jahrgangsstufen 3 und 4.

2.2. Bilingualer Zweig und interkulturelles Lernen

2.2.1. Geschichte und Englisch

Um der unumstrittenen Weltgeltung der englischen Sprache in Wirtschaft, Kultur, Politik und Gesellschaft gerecht zu werden, vertiefen wir die Englischkenntnisse für interessierte Schüler in den Klassen 7 und 8 in jeweils einer Unterrichtsstunde.

Das Sachfach Geschichte wird an ausgewählten Beispielen der angelsächsischen Geschichte, die im regulären Geschichtsunterricht nicht hinreichend beachtet werden können, in der Arbeitssprache unterrichtet. Auf diese Weise werden Fähigkeiten und Fertigkeiten in beiden Fächern vertieft und ergänzt. In den Klassen 9 und 10 können die Schüler diesen Unterricht im Wahlpflichtbereich weiterführen.

2.2.2. Wirtschaftsenglisch

Die Teilnahme von Schülern der Klassenstufen 9 und 10 am Wahlpflichtunterricht Wirtschaftsenglisch soll diese in die Lage versetzen, in verschiedenen Situationen die internationale Geschäftswelt betreffend, in Englisch kommunizieren zu können. So sollen die Schüler ihre kommunikativen Fähigkeiten weiterentwickeln, um auf eine erfolgreiche Teilnahme am Berufsleben vorbereitet zu werden und durch den fließenden Gebrauch der„Language of business“ ihre Chancen auf eine erfolgreiche Karriere zu erhöhen.

Unterrichtsinhalte: Globalisation; Brands; Travel; Advertising; Employment; Trade; Innovation; Organization; Money; Competition

Auf verschiedensten Wegen wird neues, aus dem Unterricht nicht bekanntes Vokabular erarbeitet, welches dann die Grundlage für das Lesen und Bearbeiten von Texten, Interviews, das verstehende Hören, Simulieren von Verhandlungen, Telefonaten und Meetings bildet. Das Verfassen eines Faxes, von Memos, E-Mails etc. ist Grundlage der schriftlichen Kommunikation.

Ein Prinzip dieses Unterrichts ist es, dass sich der Schüler auf der Grundlage des vorhandenen Wortschatzes mit authentischen Inhalten der reellen Geschäftswelt beschäftigt. Das erfolgt einerseits durch die Auswahl der Lerninhalte sowie andererseits durch die Bereitstellung der Lese- und Hörtexte, die hauptsächlich der „Financial Times“ entnommen sind. Nicht zuletzt ist die Praxisnähe durch den Besuch global agierender Unternehmen gegeben. Beispiele hierfür sind die Werft, der Seehafen oder zum Thema Geld die Bank. Viele Unternehmen sind weltweit tätig, gute Englischkenntnisse sind eine Grundlage dafür, dass Kommunikation gelingt.

2.3. Wahlpflichtkurs „Junior-Ingenieur-Akademie“

Dr. Klaus Kinkel, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung, und Henry Tesch, damaliger Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, eröffneten zum Schuljahr 2010/2011 an unserem Gymnasium die erste Junior-Ingenieur-Akademie in Mecklenburg Vorpommern. Ziel dieses Wahlpflichtkurses ist es, die Schüler der gymnasialen Mittelstufe für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und ihnen frühzeitig Einblicke in den Beruf des Ingenieurs zu geben.

Die JIA ist ein über 4 Semester konzipierter Wahlpflichtkurs. In zwei Unterrichtsstunden pro Woche erwerben die Teilnehmer Grundlagenwissen in verschiedenen Arbeitsgebieten von Ingenieuren. Das Konzept basiert auf der Kooperation unserer Schule mit der Hochschule Wismar und Partnern aus der Wirtschaft. In der Hochschule dürfen unsere Schüler die Bibliothek nutzen, aber auch Laborräume. Gleichzeitig unterstützen Professoren z.B. aus den Bereichen Gestaltung, Informatik und Kunststofftechnik die Schüler bei ihren ersten Schritten. Partner aus der Wirtschaft sind u.a. Architekten, die Solarinitiative und das Phantechnikum.

Materialien konnten mit einer großzügigen Anschubfinanzierung der Telekom-Stiftung angeschafft werden. Die Schüler werden aus dem Bewerberfeld ausgewählt. In den Themengebieten „Mobile Agenten“, „Erneuerbare Energien“, „Werkstoffkunde“ und „Modellbau“ erarbeiten sich die Teilnehmer fachübergreifende Kenntnisse.

Die Weiterführung dieses Kurses und die thematische Ausgestaltung sind eng an das Finden weiterer Sponsoren gebunden.

2.4. Wahlpflichtkurs „Jungunternehmerschule JU“

Die Jungunternehmerschule wird seit Beginn des Schuljahres 2011/12 in Klasse 10 im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts angeboten. Sie umfasst 90 Minuten je Schulwoche.

Das Programm beinhaltet wesentliche Elemente der Betriebs - und Volkswirtschaftslehre und stellt eine gute Vorbereitung auf ein späteres Studium dar. Es wurde gemeinsam mit dem Unternehmerverband Mecklenburg – Schwerin erarbeitet und hat durch vielfältige Kooperationen mit Betrieben und Einrichtungen der Region einen starken Praxisbezug.

Zu den wichtigen Zielen der Jungunternehmerschule gehört die Vermittlung von wirtschaftlichem Wissen und wesentlichen Zusammenhängen durch die Unternehmer. Die Schüler lernen dabei auch die Vor - und Nachteile der Selbstständigkeit kennen.

Sie sollen ihre Kenntnisse bei langfristigen, unterrichtsbegleitenden Projekten anwenden, z. B. beim Aufstellen eines Unternehmenskonzeptes und dabei eigene Ideen entwickeln sowie wissenschaftliche Arbeitsweisen trainieren.

Der Kurs arbeitet eng zusammen mit der Schülerfirma „schoolfashion“ und unterstützt aktiv das Projekt „Der Laden“. Ein weiteres Ziel ist das Kennenlernen regionaler Unternehmen sowie beruflicher Perspektiven in MV. Deshalb werden verschiedene Exkursionen in Unternehmen der Heimatregion durchgeführt. Die Jungunternehmerschule ist eine wichtige Ergänzung der Berufs-und Studienorientierung am Gerhart-Hauptmann- Gymnasium.

2.5. Berufs - und Studienorientierung

Die Berufs – und Studienorientierung BuS dient der Entwicklung der Berufswahlkompetenz der Schülerinnen und Schüler am Gymnasium unter Berücksichtigung der individuellen Lernvoraussetzungen und des geschlechtsspezifischen Berufswahlverhaltens. Einen besonderen Schwerpunkt am GHG stellt dabei der MINT – Bereich dar. Die Jugendlichen sollen im Laufe ihrer Entwicklung zunehmend besser befähigt werden, ihre eigenen Interessen, Begabungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten realistisch einzuschätzen und diese in Bezug zu wirtschaftlichen Entwicklungen und beruflichen Anforderungen zu setzen. Die Berufs – und Studienorientierung ist Aufgabe der gesamten Schule. Die BuS erfolgt fachübergreifend und fächerverbindend von Klassenstufe 7 – 12. Einen besonderen Schwerpunkt stellt die Klassenstufe 10 mit dem Unterrichtsfach „Berufs - und Studienorientierung BuS“ dar. Um eine praxisorientierte Berufs – und Studienorientierung zu gewährleisten, ist die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern besonders wichtig. Dazu gehören die Agentur für Arbeit, der Unternehmerverband Mecklenburg – Schwerin, das Bildungszentrum Wismar, die Barmer, die Sparkasse Wismar und viele mehr. Mit der PFH Göttingen und der Hochschule Wismar bestehen Kooperationsvereinbarungen. Die Erziehungsberechtigten sind in jeder Phase der Berufs - und Studienorientierung unverzichtbare Ansprechpartner für ihre Kinder und haben großen Einfluss auf deren berufliche Entscheidungen. Deshalb werden Themen und Projekte der Berufs - und Studienorientierung regelmäßig auf Elternabenden in den Klassen besprochen. Besondere Schwerpunkte stellen dabei die Klassenstufen 8, 10 und 11 sowie der jahrgangsübergreifende Elternabend im März eines jeden Schuljahres dar.

2013 wurde das GHG Wismar als „Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung“ ausgezeichnet.

Zukünftig wird Frau Rittemann als verantwortliche Lehrerin das GHG im Netzwerk der Siegel – Schulen vertreten. Durch den regelmäßigen Austausch mit anderen Schulen kann die Qualität der Berufs – und Studienorientierung noch besser gewährleistet werden. Aktuell läuft die Bewerbung zur Rezertifizierung im Frühjahr 2016.

2.6.Seminarschule

Das GHG etabliert und festigt sich als Seminarschule. Es bildet mit den Ausbildungsschulen, an denen die praktische Ausbildung der Referendare erfolgt, einen Ausbildungsverbund. Die Ausbildung orientiert sich an den Standards für die Lehrerausbildung. Die Referendare entwickeln wichtige Kompetenzen für den Lehrerberuf. Die Ausbildung fördert z.B. die pädagogischen Fähigkeiten. Sie ist primär auf unterrichtspraktische Themen ausgerichtet, insbesondere auf die Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht und beinhaltet z.B. Hospitationen, begleitenden und eigenverantwortlichen Unterricht, sowie Seminare.

3. Schulleben

3.1. Ganztagsschule

Die Lehrer und Lehrerinnen des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums haben sich dafür ausgesprochen, die offene Ganztagsschule in die gebundene Form umzugestalten. Das Schulgesetz in der im August 2009 in Kraft getretenen Fassung erklärt die gebundene Ganztagsschule zur favorisierten Form der Ganztagsschule (§ 39 Abs. 4 Satz 1 des Schulgesetzes). PISA und andere internationale Vergleiche haben gezeigt, dass in Deutschland Anstrengungen nötig sind, um zu besseren Bildungserfolgen zu gelangen. Soziale Herkunft, familiäre Verhältnisse sowie Migrationshintergründe sollen nicht über den Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen entscheiden. Daher sieht man in den Ganztagsschulen einen Erfolg versprechenden Weg zur nachhaltigen Verbesserung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche. Sie schaffen erweiterte Möglichkeiten des Lernens, Freiräume für eine flexible Unterrichtsgestaltung und bieten Voraussetzungen, Schüler individuell zu fördern. Die Teilnahme am Ganztagsprogramm ist für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend. Gebundene Ganztagsschulen stellen an mindestens drei Tagen in der Woche ein ganztägiges Angebot für alle Schülerinnen und Schüler bereit, das täglich mindestens sieben Zeitstunden umfasst. Wir möchten die Vorteile der gebundenen Ganztagsschule nutzen, um weiterhin durch Angebote außerhalb des Unterrichts die Interessen und Neigungen der Schüler und Schülerinnen zu fördern und sie an eine sinnvolle Freizeitgestaltung heranzuführen. Außerdem ist es uns wichtig, den Teilungsunterricht und die Arbeit in kleinen Lerngruppen zu fördern. In Vorbereitung der Antragstellung wurden die Erziehungsberechtigten zur bevorzugten Organisation der Ganztagsschule befragt.

Zur Weiterentwicklung der Ganztagsschule arbeitet das GHG mit anderen Netzwerkschulen unter Anleitung der Serviceagentur „Ganztägig lernen in M-V“ zusammen.

3.2. Schulpartnerschaften

Die Bedeutung von Verständnis, Toleranz und interkultureller Kompetenzen für das menschliche Miteinander in einer immer stärker zusammenwachsenden Welt können unsere Schüler/innen bei der Teilnahme an unseren Schüleraustauschprogrammen erfahren.

Die Begegnungen der Schüler dienen aber nicht nur den Fremdsprachenkenntnissen und dem gegenseitigen Verständnis, sondern ebenfalls der eigenen Entwicklung. Das fördert ihre Möglichkeiten später im Beruf, denn in einer zusammenwachsenden Welt sind solche Erfahrungen sehr wertvoll.

Seit 2001 hat unsere Schule eine Partnerschaft mit dem Lycée „Louise Weiss“ in Saint- Marie-aux-Mines im Elsass. Jedes Jahr treffen sich Schüler/innen beider Schulen und bekommen vielfältige Erfahrungen mit gleichaltrigen Jugendlichen und ihren Familien, wobei die Anwendung und Stärkung der Sprachkompetenz eine zentrale Rolle spielt.

Die Entwicklung dieser Kontakte basiert auf einem gemeinsamen Interesse beider Schulen, den eigenen Schülern anzubieten, das jeweils andere Land mit seinen Sitten und Bräuchen, die Menschen sowie das Schulsystem und das Schulleben kennen zu lernen. Neben dem Angebot der Teilnahme am Chinesisch-Unterricht am GHG bieten diese Kontakte weitere Möglichkeiten, bei den Schülern Verständnis für die fremde Kultur zu entwickeln. Ziel ist es, sie zu Toleranz und Offenheit zu erziehen sowie ihren Erfahrungshorizont zu erweitern. Die Kontakte werden von einzelnen Schülern aufrechterhalten. Zu einem Schüleraustausch kam es im Jahr 2011, bei dem GHG-Schüler und Schüler der Chengdu Experimental Foreign Languages School gemeinsam während einiger Exkursionen und in Unterrichtsbesuchen in Deutschland und China an einem Projekt über Weltkulturerbe-Stätten arbeiteten.

3.3. Schülerfirma „school fashion – Schüler-GmbH“

Um für Schüler, Eltern und Lehrer des GHGs eine vielfältige Schulkleidung zu entwickeln, die mehr Identifikationsmöglichkeiten mit der Schule bietet, wurde am19.2.2007 die school fashion- Schüler GmbH gegründet. Da eine Uniformierung nicht gewünscht ist, ist die Produktpalette breit gefächert. Des Weiteren sollen auch für andere Kunden Logos entworfen, gestaltet und das Bedrucken von Vereinskleidung, Firmenbekleidung usw. sowie der dazugehörigen Merchandisingprodukte abgewickelt werden. Das Entwerfen und Herstellen von Buttons ergänzt das Angebot. Auf den Schülerfirmenmessen wurde die Firma bereits mehrmals ausgezeichnet und konnte auch bei anderen Wettbewerben erfolgreich abschneiden. So wurde school fashion bereits der IHK-Preis verliehen, konnte sich bei einem Karstadt-Wettbewerb durchsetzen und wurde vom Bundeswirtschaftsministerium als Aussteller auf die Bildungsmesse didacta delegiert.

Die Schüler erhalten Sachkenntnisse in den verschiedenen Bereichen eines Dienstleistungsunternehmens. Diese verteilen sich auf die Firmenleitung, Organisation, alle Marketingbereiche, kreative Gestaltungsaufgaben wie Logoentwicklung, Buchhaltung sowie Produktion und Verkauf. Darüber hinaus wird die Selbstkompetenz wie Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit sowie die Medienkompetenz gefördert.

3.4. Schulverein

Der Schulverein des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums Wismar e.V. wurde 1994 durch die Initiative einiger Eltern und Lehrerinnen gegründet. Somit ist der Schulverein neben dem Elternrat und der Schulkonferenz die dritte Einrichtung an unserer Schule, die Eltern die Möglichkeit gibt, aktiv das Schulleben ihrer Kinder mitzugestalten. Der Schulverein hat zurzeit ca. 90 Mitglieder.

Eine vorrangige Aufgabe des Schulvereins ist es den Auf- und Ausbau sowie die Sicherung einer lebensweltorientierten Schulsozialarbeit am GHG durch finanzielle Unterstützung zu fördern. Durch die Anstellung von FSJ-lern wird die Arbeit der Schule unterstützt.

Als Kooperationspartner für „Schule plus“ – Projekte konnte der Schulverein dazu beitragen, die Angebote der Ganztagsschule zu bereichern. Zukünftig hat sich der Schulverein das Ziel gesetzt, den Schulhof attraktiver zu gestalten und diesen unter dem Motto „bewegten Schule“ weiter auszubauen.

Die Realisierung vieler Projekte ist von engagierten Eltern, die nicht nur Ideen haben, sondern diese auch umsetzen, abhängig.